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Museum - Baugeschichte

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Gebäude:

Das Stadtmuseum Neuötting besteht aus zwei Gebäudeteilen: Bahnhofstraße 2 und Ludwigstraße 12.

Diese Gebäude gehörten zum ehemaligen Zehenthaus des Kloster Baumburg. Die Ursprünge des Kastenamtes lassen sich bis zum Jahr 1236 urkundlich zurückführen.

Alter:

 

Der Dachstuhl wurde dendrochronologisch untersucht und auf das Jahr 1550 datiert.

Hierbei handelt es sich wohl um den einzigen Dachstuhl, der den großen Stadtbrand von 1797 unbeschadet überstanden hat und heute noch existiert. Auch Reste zweier Bohlendecken aus dem 16. Jahrhundert sind erhalten geblieben.

Mit der südwestlichen Außenwand des Gebäudes ist noch ein Teil der spätmittelalterlichen Stadtmauer erhalten.
 

Genaue geschichtliche Daten:

 

 

1802 wurde im Vorfeld der Säkularisation der Gebäudekomplex verkauft und aufgeteilt.

Häufiger Besitzerwechsel und Nutzungsänderungen hatten massive Eingriffe in die Baustruktur zur Folge.

Im Jahr 1876 wurde der Gebäudeteil Bahnhofstraße 2, durch eine Brandwand vom Gebäudeteil Ludwigstraße 12 abgetrennt und stand jahrelang leer. Der Abbruch des Gebäudes war bereits beantragt. Das Anwesen Ludwigstraße 12, bis zu einem Brand 1991 als Geschäftshaus genutzt, wies massive Schäden auf.

 

Die Stadt Neuötting konnte beide Anwesen 1991 und 1992 mit den Mitteln der Städtebauförderung erwerben.

 

1992 erfolgte im ersten Bauabschnitt die Sicherung und Sanierung des durch massive Eingriffe stark geschädigten Dachwerks aus dem 16. Jahrhundert. Der durch den Brand stark verkohlte Dachstuhl über dem Gebäudeteil Ludwigstraße 12 sowie die Holzbalkendecken waren nicht mehr sanierungsfähig.

 

Der zweite Bauabschnitt (ab 1993) umfaßte die Sicherung der vorhandenen Bausubstanz (Unterfangung und Verpressung der Außenwände), den Einbau neuer Tragkonstruktionen, Erneuerung des Außenputzes sowie den Innenausbau.

 

Die Um- und Einbauten wurden entfernt, das Gebäudeinnere bis auf die historischen Bauteile vollständig entkernt. Ein Bühnenanbau an der Südwestfassade, an den heute noch die Öffnung in der Stadtmauer erinnert, wurde abgebrochen. Durch die erforderlichen Unterfangungen der Außenwände entstand ein zusätzliches Geschoß für Sonderausstellungen und unterschiedliche Veranstaltungen.

 

In das Gebäudeinnere wurde, abgerückt von den Umfassungsmauern, eine zweigeschossige Brettschichtholz-Konstruktion mit Ebenen für die Dauerausstellung des Museum eingestellt.

Das wiederhergestellte Dachwerk, selbst, "Museumsexponant", ist von allen Ebenen aus einzusehen und wird über einen Steg erschlossen.

 

Die Sanierung der beiden Gebäude wurde gefördert mit Mitteln des Städtebauförderungsprogramms des Freistaat Bayern, das Landesamts für Denkmalpflege, des Bezirks und der Bayerischen Landesstiftung. Die Restaurierung der Ausstellungsobjekte und die Inneneinrichtung des Museums wurden gefördert mit Mitteln der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern.

 


Museum - Sammlungsgeschichte

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Geschenk des Heimatvereins

 

1925 schenkte der Heimatverein, der die Objekte aus den Bereichen Handel, Handwerk, Brauereien, bäuerliches Wohnen und Arbeiten, Volksglaube und Andacht, Transport- und Militärwesen zusammengetragen hat, den Sammlungsbestand der Stadt Neuötting - mit allen Rechten und Pflichten.
 

In den darauffolgenden Jahren richtete die Stadt im Getreidestadel ein Heimatmuseum ein. Im 2. Weltkrieg wurde die Sammlung in den Wasserturm ausgelagert. Viele wertvolle Objekte (u.a. Schmuck, Münzsammlung) gelten seitdem als verschollen. Durch unsachgemäße Lagerung erlitten viele Sammlungsgegenstände Wasserschäden.

In den Jahren 1959 bis 1965 gab es immer wieder Überlegungen zum Aufbau eines neuen Heimatmuseums. 1966 nahm Franz Xaver Blachian die Errichtung des "Inntal-Museum" in Angriff; ein "Verein zur Förderung des Inntal-Museums" wurde gegründet und der rote Saal im Getreidestadel sollte entsprechend umgebaut werden.

weitere Geschichte der Ausstellung

 

 

Nach dem Tod des Initiators F.X. Blachian wurde 1972 auch der Förderverein aufgelöst.

Das Projekt "Inntal-Museum" kam nie zu seiner Vollendung. Die Sammlung lagerte weiterhin im Wasserturm.

In den Jahren nach 1972 nahm sich Max Brandstetter der Museumssammlung an. Die Exponate wurden aus dem Wasserturm in den "Roten Saal" im Getreidestadel gebracht, in Gruppen aufgestellt und beschriftet.

 

Die Sammlung war nur nach telefonischer Vereinbarung zu besichtigen.

Im Juni 1985 konnte, nach monatelanger enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Neuötting mit dem damaligen Kulturreferenten Ludwig Billeriß und dem Heimat- und Verschönerungsverein e.V. unter Anton Lindemann, das neu errichtete "Heimatmuseum" eröffnet werden.

Das Museum war für die Öffentlichkeit nur im Rahmen von Führungen zugänglich.

1991 entschloss sich die Stadt Neuötting zum Bau eines neuen Museums: Mit dem Umbau der Gebäude Bahnhofstraße 2 und Ludwigstraße 12 wurde begonnen.

 

Im Februar 1992 stellte die Stadt eine wissenschaftliche Fachkraft zur Realisierung des Museumsprojektes ein. Die Museumssammlung wurde wissenschaftlich inventarisiert und fachgerecht restauriert, die Stadtgeschichte erforscht und ein neues Museumskonzept erarbeitet.

 

Die Sammlung des Stadtmuseum Neuötting umfasst heute rund 2.000 Objekte. In den letzten Jahren wurden Sammlungsschwerpunkte speziell zur Neuöttinger Stadtgeschichte gesetzt, zum Beispiel städtisches Handwerk (u.a. Wachszieherei, Zinngießerei, Brauerei) und Handel (Waagen, Gewichte, Maßeinheiten). Auch wurden eine Postkarten- / Fotosammlung und eine Graphiksammlung mit Ansichten der Stadt Neuötting aufgebaut.

 

Eine Museumsbibliothek mit rund 250 Büchern ist dem interessierten Bürger zugänglich. Diese Bücher, vorwiegend zur Kunstgeschichte, Heimat- und Volkskunde, können über die Stadtbücherei Neuötting ausgeliehen werden.

 

Die Dauerausstellung auf 260 qm (in drei Ebenen) bietet dem Besucher die Möglichkeit, sich ohne vorgeschriebene Führungslinie in die Stadtgeschichte Neuöttings zu vertiefen. Acht "historische Inseln", unterteilt in 24 Themen, geben einen Querschnitt der Neuöttinger Geschichte vom Mittelalter bis zur Neuzeit.

Für Sondernutzungen steht im Untergeschoß ein Raum mit 136 qm zur Verfügung.

 
 

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